Zurück zu News & Insights
Klimatechnik & IT-Sicherheit02. November 2026•5 Min. Lesezeit•Graz & Wien

Serverraum-Kühlung & EDV-Klimatisierung: Warum Standard-Klimageräte im Technikraum zum Ausfallrisiko werden

Wenn im Serverraum, Netzwerkschrank oder USV-Technikraum die Kühlung ausfällt, steigt die Raumtemperatur oft binnen 20 bis 30 Minuten auf kritische über +35 °C. Wir zeigen, worauf IT-Leiter, Systemhäuser und Geschäftsführer in Graz, der Steiermark, Wien und Niederösterreich bei der Planung und Wartung achten müssen.

Redundante Serverraum- und Technikraumkühlung durch HERZOG Kälte-Klima Anlagenbau
8.760 h Dauerbetriebn+1 RedundanzWinterbetrieb bis -20 °C

1. Die 4 typischen Planungsfehler bei der Serverraum-Klimatisierung

In vielen mittelständischen Betrieben, Kanzleien, Arztpraxen und Produktionsunternehmen wächst die IT-Infrastruktur über Jahre hinweg im selben Technikraum. Irgendwann wird es im Raum zu warm – und es wird schnell ein einzelnes Standard-Wandklimagerät montiert. Spätestens im ersten strengen Winter oder am ersten Hochsommer-Wochenende folgt das böse Erwachen:

  • Ausfall bei Minusgraden (fehlende Winterregelung): Normale Komfort-Klimageräte sind zum Kühlen im Sommer gebaut. Fällt die Außentemperatur im Winter unter -5 °C oder -10 °C, sinkt der Verflüssigungsdruck im Außengerät so stark ab, dass das elektronische Expansionsventil nicht mehr sauber einspritzen kann – der Verdampfer vereist und die Anlage geht auf Störung.
  • Fehlender automatischer Wiederanlauf (Auto-Restart): Nach einem kurzen Stromwischer am Sonntagmorgen bleiben einfache Geräte im Standby-Modus stehen, während die Server an der USV weiterheizen.
  • Wasserschaden über dem Serverrack: Wird das Innengerät direkt über dem offenen 19-Zoll-Rack montiert oder fällt eine ungewartete Kondensatpumpe aus, tropft Tauwasser direkt in Switches und Storage-Systeme.
  • Kein 24/7-Ersatzteil- und Notdienstkonzept: Fällt ein einzelnes Gerät ohne Redundanz am Freitagabend aus, droht ohne vertraglichen Kälte-Notdienst der komplette Betriebsstillstand.
8.760 h
Dauerbetrieb / Jahr
Ausgelegt auf 24/7-Volllast statt 500 Sommerstunden
n + 1
Redundanz-Architektur
Automatische Rotation & Störungsumschaltung
-20 °C
Winter-Kühlbetrieb
Stabile Kondensationsdruckregelung bei Frost

2. Wie HERZOG Serverräume in Graz, Steiermark, Wien & NÖ absichert

Als zertifizierter Fachpartner von Daikin, Samsung und führenden Präzisionsklima-Herstellern planen, installieren und warten wir EDV- und Technikraumkühlungen exakt nach Ihrem Sicherheitsbedarf:

  1. Redundante Twin- / Duty-Standby-Systeme (n+1): Wir installieren zwei vollständig autarke Kälteanlagen (eigenes Innengerät, eigenes Außengerät, eigene elektrische Absicherung). Über einen Redundanz-Manager wechseln sich Anlage A und Anlage B im 12- oder 24-Stunden-Takt automatisch ab (gleichmäßige Betriebsstunden). Steigt die Temperatur im Serverraum über den Schwellenwert (z. B. +24 °C) oder meldet Anlage A eine Störung, übernimmt Anlage B unterbrechungsfrei 100 % der Last.
  2. Direkte Störmeldung an Ihre IT (Potenzialfreier Kontakt / BACnet / Modbus / SNMP): Jede Störung – egal ob Kompressor, Temperaturüberschreitung oder Sicherheits-Schwimmerschalter der Kondensatpumpe – wird sofort als Alarm an Ihre IT-Überwachung oder das HERZOG 24/7-Monitoring gemeldet.
  3. Präventive Wartung & F-Gas-Compliance: Regelmäßige Reinigung der Wärmetauscher, Spülung und Tausch von Kondensatpumpen sowie gesetzliche Dichtheitsprüfung nach EU 2024/573 und KAV § 23 inklusive digitalem Prüfbuch per QR-Code direkt am Serverraum.

Serverraum-Kühlung neu planen, nachrüsten oder warten lassen?

Unsere Kältetechnik-Ingenieure in Graz (Gradnerstraße 60) und Wiener Neudorf (Ricoweg 30B1) berechnen Ihre tatsächliche Wärmelast vor Ort und erstellen ein maßgeschneidertes Redundanz- und Wartungskonzept.