1. Die 4 typischen Planungsfehler bei der Serverraum-Klimatisierung
In vielen mittelständischen Betrieben, Kanzleien, Arztpraxen und Produktionsunternehmen wächst die IT-Infrastruktur über Jahre hinweg im selben Technikraum. Irgendwann wird es im Raum zu warm – und es wird schnell ein einzelnes Standard-Wandklimagerät montiert. Spätestens im ersten strengen Winter oder am ersten Hochsommer-Wochenende folgt das böse Erwachen:
- Ausfall bei Minusgraden (fehlende Winterregelung): Normale Komfort-Klimageräte sind zum Kühlen im Sommer gebaut. Fällt die Außentemperatur im Winter unter -5 °C oder -10 °C, sinkt der Verflüssigungsdruck im Außengerät so stark ab, dass das elektronische Expansionsventil nicht mehr sauber einspritzen kann – der Verdampfer vereist und die Anlage geht auf Störung.
- Fehlender automatischer Wiederanlauf (Auto-Restart): Nach einem kurzen Stromwischer am Sonntagmorgen bleiben einfache Geräte im Standby-Modus stehen, während die Server an der USV weiterheizen.
- Wasserschaden über dem Serverrack: Wird das Innengerät direkt über dem offenen 19-Zoll-Rack montiert oder fällt eine ungewartete Kondensatpumpe aus, tropft Tauwasser direkt in Switches und Storage-Systeme.
- Kein 24/7-Ersatzteil- und Notdienstkonzept: Fällt ein einzelnes Gerät ohne Redundanz am Freitagabend aus, droht ohne vertraglichen Kälte-Notdienst der komplette Betriebsstillstand.
2. Wie HERZOG Serverräume in Graz, Steiermark, Wien & NÖ absichert
Als zertifizierter Fachpartner von Daikin, Samsung und führenden Präzisionsklima-Herstellern planen, installieren und warten wir EDV- und Technikraumkühlungen exakt nach Ihrem Sicherheitsbedarf:
- Redundante Twin- / Duty-Standby-Systeme (n+1): Wir installieren zwei vollständig autarke Kälteanlagen (eigenes Innengerät, eigenes Außengerät, eigene elektrische Absicherung). Über einen Redundanz-Manager wechseln sich Anlage A und Anlage B im 12- oder 24-Stunden-Takt automatisch ab (gleichmäßige Betriebsstunden). Steigt die Temperatur im Serverraum über den Schwellenwert (z. B. +24 °C) oder meldet Anlage A eine Störung, übernimmt Anlage B unterbrechungsfrei 100 % der Last.
- Direkte Störmeldung an Ihre IT (Potenzialfreier Kontakt / BACnet / Modbus / SNMP): Jede Störung – egal ob Kompressor, Temperaturüberschreitung oder Sicherheits-Schwimmerschalter der Kondensatpumpe – wird sofort als Alarm an Ihre IT-Überwachung oder das HERZOG 24/7-Monitoring gemeldet.
- Präventive Wartung & F-Gas-Compliance: Regelmäßige Reinigung der Wärmetauscher, Spülung und Tausch von Kondensatpumpen sowie gesetzliche Dichtheitsprüfung nach EU 2024/573 und KAV § 23 inklusive digitalem Prüfbuch per QR-Code direkt am Serverraum.
Serverraum-Kühlung neu planen, nachrüsten oder warten lassen?
Unsere Kältetechnik-Ingenieure in Graz (Gradnerstraße 60) und Wiener Neudorf (Ricoweg 30B1) berechnen Ihre tatsächliche Wärmelast vor Ort und erstellen ein maßgeschneidertes Redundanz- und Wartungskonzept.
